Ein Land, so fern


Was ist ein Zuhause?

Nachdem wir die letzten Tage mit reichlich Sonne beschenkt worden sind, hat sich die Wettergöttin heute etwas bedeckt gehalten und es auch ab und zu regnen lassen. Ein wenig durch die Straßen geschlendert sind wir trotzdem. Dabei sind wir auf diesen Gemeinschaftsgarten gestoßen. Davon gibt es mehrere über die Stadt verteilt, mit unterschiedlichen Themen (Permakultur, eigenes Obst und Gemüse anbauen, biologisch gärtnern,…).

Ob des Wetters haben wir den Neubau des Kunstmuseums von New South Wales besucht, der den First Nations, also den Aborigenes und den Einwohnern der Torres-Strait-Inseln, einen großen eigenen Bereich widmet. Viele staatliche Museen kosten keinen Eintritt, ebenso werden die Gemeinschaftsgärten von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und die Dichte von öffentlichen Toiletten (für die kein Eintritt erwartet wird und die dennoch sauber sind) ist um ein Vielfaches höher als bei uns.

Dieses Bild erzählt die Geschichte von jagenden Adlern, die traditionell in Bezug zu Frauen stehen, ihrer Stärke, dem Jagen und Beschützen. Es gibt aber auch Werke zu sehen, die einfach nur Kunst sind und sich dem kulturellen Bezug verweigern, beispielsweise „Merman“ (das männliche Gegenüber zu einer Meerjungfrau).

Eine Ausstellung hat sich dem „Traum-Zuhause“ angenommen, mit Künstler:innen aus aller Welt. Und hier schließt sich der Kreis: Ein neuseeländischer Beitrag hat sich mit dem Nachkriegsprojekt der Regierung beschäftigt, das Schutz für alle wollte und staatliche „Häuser“ (eher Mobilheime) bereit gestellt hat. Viele Maori konnten sich kein eigenes Land und Haus leisten, lebten auf den staatlichen Housing areas und waren ausgeschlossen von der Gemeinschaft. Traditionell gibt es ein hölzernes, geschnitztes Gemeinschaftshaus als Treffpunkt für alle, das mehr bedeutet als nur ein Gebäude, sondern hier „atmet die Welt oder die Gemeinschaft“.

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