
Ein ganzes Gebiet übersät mit kleinen oder großen rauchenden Schloten, Schlammbecken und sogar Geysiren. Einmal unter städtischer Verwaltung, der andere Teil in Selbstverwaltung der Maori, werden alte Traditionen weiterentwickelt (eine Schule für verschiedenste Arten des Schnitzens und eine für das Weben – für uns leider sehr althergebracht, Frauen dürfen nämlich nicht schnitzen) und ein Maoridorf zeigt Gebräuche für die Touristen. In Rotorua besteht die Bevölkerung zu 30% aus Maori, was der höchste Anteil in ganz Neuseeland ist.

Beide Orte sind für sich genommen magisch – morgens im Sonnenlicht durch die Schwefelschwaden zu wandeln, heilsamen Schlamm brodeln und Geysire ausbrechen zu sehen. Tatsächlich wird dieser Heilschlamm in Krankenhäusern verwendet. Regelmäßig schießen Wasserfontänen in die Höhe. Besucher:innen können auf heißen Steinen sitzen und diesem Schauspiel beiwohnen. Verschiedene Farben leuchteten in der Sonne, gelber Schwefel, rostbraunes Eisen, grünliches Kupfer,…

Wer übrigens meint, dass die deutsche Sprache zu lange zusammengesetzte Worte erschaffen würde, der sei mit Maori eines Besseren belehrt (bedeutet übrigens ungefähr „der Kriegstanz der Kriegsparteien von Wahiao“): WHAKAREWAREWATANGAOTEOPETAUAAWAHIAO
Und nach diesen vielen Eindrücken sind wir abends noch ins Stadion gepilgert, um das Viertelfinale zwischen Japan und Schweden zu sehen. Tolles und spannendes Spiel, leider musste ein Team verlieren. Interessanterweise schlagen sich die vielen neuseeländischen Zuschauer:innen meist auf eine Seite, tragen dann auch Farben und Fahnen dieses Teams und gehen mit großer Leidenschaft mit. An diesem Abend waren es die Japanerinnen, die die ganze Arena hinter sich hatten und angefeuert wurden, noch den Ausgleich zu erzielen.
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